Welche Berufe in Deutschland werden durch Künstliche Intelligenz am stärksten verändert? Diese interaktive Analyse bewertet 123 Berufe mit insgesamt 26,4 Millionen Beschäftigten danach, wie stark ihre Tätigkeiten durch KI und Robotik in den nächsten 1–10 Jahren potenziell übernommen werden können – basierend auf dem heutigen Entwicklungstempo. Je größer eine Kachel, desto mehr Menschen arbeiten in diesem Beruf. Je röter, desto stärker ist der Beruf durch KI betroffen.
Von Gerald Reimertz · Erstellt mit Claude in 1h49min · Inspiriert von karpathy.ai/jobs
Diese Seite beantwortet eine einfache Frage: Welche Berufe wird Künstliche Intelligenz am stärksten verändern? Hier erfährst du, woher die Daten stammen und wie die Bewertung funktioniert.
Jeder Beruf bekommt einen KI-Exposition-Score von 0 bis 10. Dieser Score drückt aus, wie stark die typischen Tätigkeiten dieses Berufs durch heutige KI-Technologien verändert oder übernommen werden könnten.
| Score | Was bedeutet das? | Beispiele |
|---|---|---|
| 0–1 | KI kann hier kaum etwas übernehmen | Hebammen, Feuerwehr, Dachdecker, Erzieher:innen, Rettungsdienst |
| 2–3 | KI hilft bei Einzelaufgaben, aber der Kern bleibt menschlich | Pflege, Altenpflege, Polizei, Sozialarbeit, SHK-Handwerk |
| 4–5 | KI übernimmt einen spürbaren Teil der Aufgaben | Lehrkräfte, Führungskräfte, Einzelhandel, Köch:innen, Psychotherapie |
| 6–7 | KI verändert den Beruf grundlegend – weniger Menschen nötig | Ärzt:innen, Lagerwirtschaft, LKW-Fahrer, Verwaltung, Personalwesen, Landwirtschaft |
| 8–10 | KI kann die meisten Kerntätigkeiten bereits heute übernehmen | Softwareentwicklung, Buchhaltung, Bürokräfte, Übersetzen, Marketing, Banking, Data Science |
Die Analyse kombiniert zwei Datenquellen:
Beschäftigungsdaten (wie viele Menschen arbeiten in welchem Beruf, was verdienen sie) stammen aus der offiziellen Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit und dem Entgeltatlas (Stand 2022, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte). Die Berufe folgen der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010).
Das Scoring folgt demselben Ansatz wie karpathy.ai/jobs (ein vielbeachtetes Projekt von Andrej Karpathy, ehemals KI-Chef bei Tesla und Mitgründer von OpenAI): Ein großes Sprachmodell (LLM) liest eine detaillierte Beschreibung der typischen Tätigkeiten jedes Berufs und bewertet, wie viel davon durch KI und Robotik in den nächsten 1–10 Jahren realistisch übernommen werden könnte – basierend auf dem aktuellen Entwicklungstempo und ohne regulatorische Schutzmechanismen als Barriere zu werten.
Die entscheidende Frage: Kann dieser Beruf in 1–10 Jahren durch KI, Robotik oder Automatisierung substantiell verändert werden? Die Bewertung berücksichtigt nicht nur Sprachmodelle, sondern auch autonome Fahrzeuge, humanoide Roboter (Figure, Optimus), KI-Diagnostik, Lernplattformen und weitere Technologien. Denn alles, was digital und remote machbar ist, kann KI prinzipiell auch. Berufe, die physische Präsenz, Handarbeit oder direkten menschlichen Kontakt erfordern, haben einen natürlichen Schutzwall.
Konkret berücksichtigt die Bewertung:
• Ist der Beruf primär digital (Bildschirmarbeit)? → Höchste Exposure, da LLMs und KI-Agenten digitale Arbeit direkt übernehmen können.
• Besteht er aus Text, Code, Daten, Zahlen? → ChatGPT, Copilot, Claude, DeepL – die Tools existieren bereits.
• Gibt es Fortschritte in der Robotik für diesen Bereich? → Humanoide Roboter (Figure, Optimus), Lagerroboter (Amazon), autonome Fahrzeuge, OP-Roboter.
• Gibt es KI-Alternativen für bisher "menschliche" Leistungen? → KI-Therapie (Woebot), KI-Tutoren (Khan Academy AI, NotebookLM), KI-Diagnostik (bessere Erkennung als Ärzte in Bildgebung).
• Erfordert der Beruf physischen Kontakt in unstrukturierten, variablen Umgebungen? → Das bleibt die letzte Bastion (Pflege, Bauhandwerk, Feuerwehr).
Buchhalter:innen arbeiten am Computer mit Zahlen: Buchungen erfassen, Konten abgleichen, Steuererklärungen vorbereiten, Jahresabschlüsse erstellen. Fast jede Tätigkeit ist regelbasiert und digital – exakt das, was KI-Systeme heute schon können. Einzig die persönliche Mandantenberatung bietet noch Schutz. Ergebnis: 9/10.
Pflegekräfte waschen Patient:innen, geben Medikamente, verbinden Wunden, trösten, beobachten. Medikamentenverteilung und Vitalzeichen-Monitoring werden durch Roboter und Sensorik übernommen. Aber die Körperpflege vulnerabler Menschen, das Trösten und die Anpassung an unvorhersehbare Situationen in variablen Umgebungen – das bleibt eine der größten Herausforderungen für Robotik. Ergebnis: 3/10.
Nein – der Score ist keine Jobverlust-Prognose. Er zeigt, wie stark KI und Robotik die Tätigkeiten eines Berufs in den nächsten 1–10 Jahren technisch verändern können. In vielen Fällen bedeutet das: Weniger Menschen erledigen mehr Arbeit (Produktivitätssprung), Aufgabenprofile verschieben sich, neue Fähigkeiten werden wichtig. Ob und wie schnell sich das tatsächlich auswirkt, hängt von Kosten, Regulierung, Akzeptanz und vielen weiteren Faktoren ab.
Erstellt von: Gerald Reimertz, erstellt mit Claude in 1h49min
Vorbild: karpathy.ai/jobs – AI Exposure of the US Job Market (Andrej Karpathy, 2025)
Beschäftigungsdaten: Bundesagentur für Arbeit – Beschäftigungsstatistik (Stand 2022)
Entgeltdaten: Entgeltatlas der BA
Berufsklassifikation: KldB 2010 – überarbeitete Fassung 2020
KI-Scoring: LLM-basiert (Claude, Anthropic), analog zum Ansatz von karpathy.ai/jobs (Gemini Flash)